Das Machbare erkennen

Der Weg zu gesundem Verhalten braucht die positive Erwartung an die Wirksamkeit des eigenen Handelns. Das Stichwort lautet „self-efficiency“. Selbstwirksam zu sein heißt, aufgrund bisheriger Erfahrungen auf sich selbst zu vertrauen und davon auszugehen, ein bestimmtes Ziel auch durch Überwindung von Hindernissen letztendlich erreichen zu können („self-efficiency“; Bandura 1980). Menschen mit generalisierter Selbstwirksamkeit und hohem Selbstwertgefühl sind deutlich effizienter im Umgang mit Anforderungen und resistenter gegenüber Misserfolgen.

Wer an die grundsätzliche Machbarkeit einer Sache glaubt und sich diese zutraut, wird in der Verwirklichung deutlich erfolgreicher sein.

Ein wichtiger Schritt im Rahmen der Selbstwirksamkeit ist, sich konkrete Ziele zu setzen. Vielfach beginnt das Problem schon damit, dass jemand lange keinen Sport getrieben hat und sich fragt: Wie fange ich überhaupt damit an? Dem Problem kann man begegnen, indem man einen Handlungsplan mit konkreten Zielen formuliert. Der Trick dabei ist, dass der Handlungsplan die willentliche Anstrengung ist - und nicht die Aktivität selbst. Aus dem Plan wird schnell Gewohnheit. Und Gewohnheit erlaubt dem Willen, sich auszuruhen anstatt sich ständig überwinden zu müssen.

So erstaunlich es klingt: Das beschriebene Treffen im Lokal bietet immerhin eine Chance, ins Gespräch zu kommen, Vertrauen zu gewinnen, ein neues Treffen zu vereinbaren – und so den ersten Ansatz zu einem Bewegungsplan zu entwickeln.

Man sollte sein Ziel als eine Art Vertrag verstehen, als Verbindlichkeitserklärung mit sich selbst.